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Finnen-Rock-Konzert am 17.2.'06 

Guten Tag oder Abend oder wie auch immer erstmal...
hier folgt jetzt der ultimative Bericht vom Finnen-Rock-Konzi mit HIM, The Ramus und Negative am siebzehnten Tage des Monats Februar im Jahre 2006 unserer Zeitrechnung.
Da dieser etwas mehr Zeit zum Lesen in Anspruch nehmen wird, bitte gleich etwas mehr Zeit einplanen...
Es sollte also das zweite Konzert werden, dass Linda, Kristin und Koru zusammen erleben sollten.
Der Tag ging für mich eigentlich ganz normal los, so normal, wie ein Ferientag für eine Neuntklässlerin eben sein kann. Nur das schon 10 Minuten nach dem Aufstehen der Stress losging...
"Was ziehe ich an, was nehme ich mit, wie kriege ich genug trinkbares reingeschmuggelt..." usw, usw... als diese Dinge geklärt waren (später nähere Infos darüber) zeigte die Uhr auch schon um zwölf. Laut der Mom hätte man noch was essbares zu sich nehmen sollen, was in dieser Lebenslage aber schier unmöglich schien. Also lies man das bleiben und hörte stattdessen noch einmal alle vorhanden The Rasmus - , HIM - und Negativelieder an, und das waren einige. Nebenbei wurden die Haare noch einmal einer Wäsche unterzogen, Klamotten (in dem Fall ein schwarzer Pullover) aus Vaters Schrank geholt und angezogen und natürlich alle Utensilien eingepackt. dazu gehörten: mindestens acht "Capri-Sonne" - Trinkpäckchen, Handy, Geldbörse (mit Inhalt, versteht sich J ), Puffreis für unterwegs, Zettel und Stift (noch wusste man nicht, was kommen sollte...) und natürlich die Eintrittskarte, ohne die man hilflos aufgeschmissen wäre.
Als man fertig angezogen und geschminkt war, und alle sieben Sachen beisammen hatte (es waren kurioserweise sogar wirklich sieben allgemein - wichtige Dinge) kam nach einer kurzen aufgeregten Wartezeit auch endlich das sehnlichst erwartete Auto mit Kristin und ihrem V(f)a(h)t(r)er. Da war es ca. 14.15 Uhr.
Im Auto wurde geprüft, ob auch wirklich alles da war und dann ging es los in Richtung Bernsbach, um die dritte im Bunde, Linda, abzuholen. Als sie den weg die Treppe runter auch irgendwann gefunden hatte (es war 15.00 Uhr, als wir wieder fuhren), ging es gen Zwickau und von da aus Richtung Altenburg, um da auf halber Strecke nach Leipzig abzubiegen. Die Fahrt an sich blieb ereignislos, man tauschte sich über dies und jenes aus. Zum Beispiel darüber, wie viel Brutalität es doch am Zwönitzer Gymnasium gäbe, über die Art und Weise, Trinkpäckchen in die Halle zu schleusen (Trinkpäckchen in den Stiefeln und hinten im Hosenbund) oder man diskutierte Kurzberichte der letzten Konzerte, wo Ville Valo doch ein wenig ä...hh...mmm nicht mehr ganz alleine über die Bühne gehüpft sein soll, zwischendurch jede Menge Zigaretten geraucht und Bier getrunken haben soll, und dass es angeblich auf dem Konzi in der Landeshauptstadt den Text zu "Under The Rose" vergessen hat und dastand wie ein begossener Pudel J ...
Als man das Ortseingangsschild "Leipzig" sah, nahm das Händezittern zu und der Wunsch, die Klappe aufzumachen, sank, da wahrscheinlich nur Müll rausgekommen wäre. In diesem Moment zeigte die Uhr ca. 17.30 Uhr.
zuerst fuhren wir an der Halle vorbei, die von außen sehr schön aussah, (LOB!) um zu sehen wie viele finneverrückte schon davor standen. wider meines Erwartens waren es weniger als gedacht. Aber trotzdem und wie gesagt, wir sind nur vorbeigefahren. der Grund: wir mussten uns noch auf die suche nach irgendeinem Klo in Leipzig machen. und ehe das gefunden war... Es war jedenfalls wie immer: wenn man so eine Institution braucht, ist keine da, hat man aber endlich eine gefunden, sieht man hinterher tausende. Das Klo befand sich in einer "Aral" - Tankstelle und es gab darin sogar eine Helmablage J *rofl* Nachdem die Erledigungen erledigt waren, fuhr man wieder zum "Haus Auensee" in der Gustav - Esche - Str. 4. Es wurde sich von Kristins Vater verabschiedet und ausgemacht, wie wir uns hinterher wieder finden wollten (man könnte jetzt meinen mit einer Rose im Knopfloch oder ähnlichem aber nein, wir wollten uns anrufen... *g*). Nachdem wir das geklärt hatten, stellten wir uns vor der Halle auf. Nun war die zeit schon um 0,75 stunden vorgerückt. Nach 10 Minuten Wartezeit und zwei Kaugummis (wovon ich vor lauter Schreck einen verschluckt habe) wurden die Tore geöffnet, und zwar von den "JaPo" - Securitas aus Chemnitz (später mehr, ich hab einen zugelabert). Wider erwarten bekam man beim Einlass noch genug Luft (was beim letzten Konzert anders war, denn da wurde jeder um ca. 5 cm in die Länge gequetscht...), um sich über das Info - Schild auszulassen:
"Information für Konzertbesucher: Bei dieser Veranstaltung sind Profikameras oder Kameras mit Zusatzobjektiv verboten. Außerdem sind Sachen wie Waffen, Pyroartikel und Tiere (,,bitte warum das, ich werde wohl kaum mein Meerschwein dem Ülle an den Kopf schmeißen?!"untersagt sind. Auch sind Essen und Trinken verboten, da es sich um eine Privatveranstaltung handelt (*stirnrunzel*)."
Dazu ist zu sagen, dass die Securities meine Stiefel und Körperrückseite mit abtasten ausgelassen haben, sonst hätten sie da einige Auswölbungen gefunden...
Linda allerdings kam nicht so gut weg: sämtliche Mandarinen wurden ihr abgenommen, die hätte sie ja dem lieben Ville an den Kopf schießen können... eigentlich waren die Mandarinen nur für die Flüssigkeit gedacht, aber was soll‘s... Es ist eben nur schade um die Sachen an sich, weil es ja heutzutage alles Geld kostet. Was mich persönlich auch noch gestört hat, war der komische Kauz, der meine schöne Konzertkarte zerstört hat, weil er sie nicht an der dafür vorgesehenen Stelle abgetrennt, sondern einfach in der Mitte durchgerissen hat. das Resultat ist, das ich nur noch eine halbe Konzertkarte zur Erinnerung besitze... :-(
Als wir dann endlich in der Halle und um einige Flugblätter reicher waren (allerdings waren die großteils von HIM und nicht von TR), hatten wir auch bald unseren Standplatz in der zehnten Reihe eingenommen, da war es ca. dreiviertel sieben, was bedeutete, dass man sich noch fünf Viertelstunden die Zeit vertreiben musste. Gesagt getan, man begutachtete von seinem sicheren Platz aus die Halle, die auch von innen sehr schön aussah (LOB!), warf immer wieder nervöse blicke auf die Uhr (die doch erstaunlich langsam ging) und hatte dann bald hinter sich ein paar nette Mitte - dreißiger gefunden, mit denen man nach anfänglichem "nur - zuhören" (zu deutsch mit offenen Mündern lauschen) bald ins Gespräch kam. Man bekam Tipps, wie man Getränke mit hineinbekommt, ohne diese verstecken zu müssen ("du sagst einfach, du hast Diabetes mellitus Typ 1. die meisten Securities gucken dich dann an, wie ´ne Kuh wenn´s donnert und sagen einfach weitergehen" oder wie man bis in die erste Reihe kommt ("ein Blatt Papier mit einem Zeichen drauf, das man mit Musik in Verbindung bringt zur Not in der Tasche und laut rufen "ich gehör zum Veranstalter" hilft meistens bis in die ersten Reihen". Bis auf das sie rauchten, waren die zwei sehr sympathisch (das hab ich damals gesagt, heute bin ich nicht besser :-P). Er erzählte uns, dass er schon auf dem Zusatzkonzert vom Vortag war und dass man den Bandmitgliedern von Negative angesehen hätte, dass sie voll auf Drogen waren (dem Keyboarder soll schon die Sabber aus dem mund gelaufen sein :-S) und dass der Mann selber den Eero (seineszeichens Bassist von TR) zufällig getroffen hatten. Er (Eero) hätte wohl kurz nach dem Konzert von TR in der Eingangshalle gestanden... der Mann hätte wohl 2 Fotos geschossen und die will er Kristin und mir schicken: "erstens brauch ich sie nicht und bei echten Fans kann man das schon mal machen", soweit seine Aussage. Daraus schlossen Kristin und ich, nach dem TR - Konzi, was als zweites dran war, die Eingangshalle aufzusuchen und auf unser Glück zu hoffen, die vier Jungs persönlich zu treffen, da wir ja für die Chance auf ein Meet&Greet, verlost von "Jump - Radio" nicht ausgewählt wurden. So stiegen unsere Chancen die vier 26 - jährigen Jungs zu treffen, von 0,000000000000000000001% auf eine Chance von 50%.
Aber nun zurück zu den wesentlich Themen: mit erzählen hatten wir die Zeit bis zum Beginn des Konzerts überstanden, endlich ging es los: von dreiviertel acht bis halb neun rockten Negative los. der Sound klang sehr gut, obwohl man vor den vielen Bässen kaum den Text verstand.

Sie spielten gute Musik und legten eine tolle Show hin, die teilweise aber auch sehr komisch kam... sie rauchten auf der Bühne, was ja noch das wenigste war, beim fünften Lied hüpfte der Leadsänger Jonne auf einmal oben ohne rum... dazu kann ich nur sagen ich hab schon besseres gesehen, aber die Mädels im Publikum kreischten trotzdem, als wenn sie gleich am Spieß landen würden oder so. Außerdem versuchte der Sänger, eine Zuschauerin in der ersten Reihe dazu zu bringen, ihr T - shirt hochzuziehen. Sie hat´s, man glaubt´s kaum, nicht gemacht und er schien darauf hin etwas enttäuscht und hat sich stattdessen den Inhalt einer Wasserflasche in die Hose gekippt (wohl zur Animation...) Ob es ihm was gebracht hat, glaube ich nicht, denn es waren keine Veränderungen zu bemerken, zumindest im Bereich der Hose nicht, außer, dass sie nass wurde, aber das Publikum, ja das war natürlich ganz aus dem Häuschen. Nach einem Zungenkuss mit dem einen Gitarristen kündigte der Sänger dann endlich als nachfolgende Bands TR und HIM an und die Stimmung steigerte sich noch mal. Als TR angekündigt wurde, stieg die Stimmung besonders auf der linken Seite, wo Kristin und ich standen (wir kreischten laut mit...), bei HIM nicht so sehr. In der Pause, die etwa 15 Minuten dauerte wurde das Bühnenbild umgebaut. In dieser Pause war man praktisch klinisch taub, man verstand das, was man sagte, oder das, was andere einem sagten, bei normaler Lautstärke nicht mehr und alle waren froh, als wieder Musik spielte, diese verstand man dann als normale Lautstärke... ein Riesenbild von einem Schmetterling hing dann von der Decke, passend zum neuen TR - Album, das da heißt: Hide From The Sun, als es dann um viertel vor neun mit The Rasmus weiterging, die dem Publikum auch ordentlich einheizten, und wie man hier sieht, auch ihre eigenen Gemüter sehr erhitzen XD  
Es wurden Songs wie "Lucifer´s Angel", "No Fear", "Sail Away", "Last Generation", ... und viele mehr vom neuen Album gespielt. Aber auch viele altbekannte wie "In the Shadows", "First Day of My Life", "Funeral Song (the Resurrection)", ... wurden zum besten gegeben. und dann kam noch die Frage von Lauri: "Are you GUILTY?!", was nichts anderes als den Song "Guilty" ankündigen sollte... Spätestens in dem Moment war es bei mir vorbei, ich konnte einfach nicht mehr, mir liegen die Jungs so sehr am Herzen und wenn Lauri dann versucht, Kontakt zu den Fans aufzubauen könnte ich zum Kreischie mutieren… Die genaue Reihenfolge der aufeinander folgenden Songs weiß ich nicht mehr, denn TR rockten eine geschlagene Stunde die Halle. Nun zu den einzelnen Person (weil es für uns ja die wichtigste Band war):
Einmal, als dem guten Lauri das Mikrofon aus der Hand geflogen ist, hat er meiner Meinung nach toll improvisiert: einfach ein Rolle vorwärts auf der Bühne, und dabei das Mikro aufgehoben (LOB!) ... Respekt!!! Gesungen hat Lauri gut, nur kam er mir ein bisschen erkältet vor, der arme... das hat man vor allem bei "No Fear" gemerkt, das klang komisch gepresst...
Der Aki ist, wie immer, voll in seinem Element gewesen, er hat wie mit vollen Körpereinsatz die Drums wund gedroschen... und als er seine Sticks dann ins Publikum geschmissen hat, sind sie natürlich mal wieder an uns vorbeigeflogen, was im Grunde genommen nichts neues wahr... aber trotzdem, mir hat er, wie schon das letzte mal, sehr gut gefallen. und das, weil er im Gegensatz zu vielen anderen Drummern seine Sache eben mit viel mehr "Herz" und Köpereinsatz meistert, was man von den Schlagzeugern von HIM und Negative nicht unbedingt sagen kann... Und weil er außerdem meine Lieblingsnuss ist ^^
Auch viel Spaß auf der Bühne hatte Pauli, und das, weil er wieder seinen überaus tollen und von ihm geliebten Ventilator (!) mithatte; will heißen, der Venti lief während des ganzen Konzerts und hat ihm natürlich ordentlich die haare ins Gesicht geweht.
Auch Eero hat seine Sache toll gemacht, muss ich echt sagen, denn er hat mir da besser gefallen, als beim ersten Konzert, wo ich ihn gesehen habe. Er ist nämlich nicht so verrückt wie seine Bandkollegen über die Bühne hin und her gesprintet, sondern hat nur einmal mit Pauli die Seite gewechselt, aber trotzdem...
Im großen und ganzen war die Show, die TR darlegte, ziemlich unpersönlich, weil es eben 3 Bands waren, die auf Tour gegangen sind, was nicht heißen soll, dass sie schlecht gespielt haben.
Nachdem TR ca. 20. 45 Uhr die Bühne wieder verließen, leider ohne Zugabe, obwohl das Publikum förmlich danach schrie (^^), dauerte es erstmal eine halbe Stunde, ehe die Bühne für die Jungs von HIM umgebaut war. doch zu HIM später mehr...
Wie vorhin schon angedeutet, kämpften Kristin und ich uns nach dem TR - Konzi bis zur Eingangshalle (Linda wollte HIM noch sehen, eigentlich war sie ja hauptsächlich wegen ihnen mitgekommen), um darauf zu hoffen, dass Eero sich noch einmal blicken lässt. Als wir nach einer halben Ewigkeit vorne waren, besprachen wir erst einmal den Plan: sollten wir uns klammheimlich an den Securities vorbeistehlen und dann versuchen, hinterher unbemerkt wieder in die Halle zu kommen oder lieber gleich einen fragen, ob wir mal kurz nach draußen, und später wieder hinein, dürften? Es wurde einstimmig beschlossen, den derzeitigen Türsteher (die haben sich immer mal abgewechselt) gleich mal mit unseren Fragen und Bitten zu löchern. Also gingen wir hin und fragten ihn. Die Antwort viel leider negativ aus, er meinte, wir könnten unsere karten ja draußen jemandem anderen geben... bla, bla, bla. es half also nichts, wir mussten zu anderen Mitteln greifen. Die Devise: Bambiblick aufsetzen und hoffen, dass es einer von den freundlichen seiner Sorte ist, der wenigstens einen von uns mal kurz rauslässt, wenn er sich unsere Gesichter einprägt. Er war nicht besonders angetan davon ("Wenn ich das bei jedem mache, kenne ich am Ende von dem Konzert über tausend Leute.", aber wir hatten Glück und wenigstens Kristin durfte kurz mal raus. Ich meinerseits musste ja notgedrungener Weise drinnen warten und habe derweilen den Security - Mann ein wenig (!) in ein Gespräch verwickelt... hier die Kurzform:
Ich: "Ihr seid aus Chamtz, he?"
Er: " Ja, aus Karl - Marx - Stadt. kennste das?" (grinst)
Ich: " Klar doch, bin schon hundertmal dort gewesen. und wo genau her?"
Er: (kurz angebunden) "Europark."
Ich: "Ach ja, kenn ich, war schon mal dort..." (ich hab null plan, wo das ist, aber egal)
Ich: "Machste das schon lange, so security - Dings, mein ich? und macht‘s Spaß?"
Er: (etwas netter - er taute langsam auf) "Schon einige Zeit, ich hab keine Probleme damit, solange das Geld stimmt..."
Ich: "Aha. und braucht man da eine besondere Ausbildung oder bestimmte Voraussetzung und wie lang dauert das?"
Er: "Na ´ne Ausbildung brauchste schon und die dauert ihre Zeit, aber sonst..."
Ich: (schneid ihm das Wort ab) "Vor allem brauchste n 3 - Meter - Kreuz, wa?!"
Er: (grinst) " Ja, das auch..."
Ich: (schneid ihm schon wieder das Wort ab) "warum nimmt ´ne Stadt wie Leipzig grad euch aus Chemnitz, hier gibt´s so was doch auch, oder?"
Er: "Tja, kA aber mir ist´s egal, wie gesagt, solange das Geld stimmt..."
In dem Moment kam jemand rein, der nicht reingehörte (es war aber niemand von TR) und somit war unser Gespräch beendet. Es dauerte nicht mehr lange und Kristin tauchte, völlig außer Atem, wieder auf. ich konnte ihren Worten erstmal nur soviel entnehmen: es stand an der Stirnseite der Halle ein großer schwarzer Tourbus, der wohl zu TR gehören musste. Und dieser Bus würde wohl von einer ganzen Kolonne völlig schwarz gekleideter Personen umlagert werden, denen man lieber nicht nachts begegnen wollte...
Daraufhin beschlossen wir also, dritte ins "Spiel" zu holen. in dem falle sollte das Kristins Vater sein. Kristin rief ihn also an (nicht etwa um ihm mitzuteilen, dass er uns abholen konnte, wie es ja eigentlich ausgemacht war) und sagte ihm, es gehe um leben oder Tod, er müsse sofort zur Konzerthalle kommen und für uns schmiere stehen und sofort Alarm schlagen, wenn sich irgendwo auch nur irgendwas tun würde. Soviel dazu.
Das tat er dann natürlich auch und Kristin simste und simste hin und her, aber immer Fehlanzeige. Als dann die große Eingangstür wieder einmal aufging, weil wieder einmal ungebetene Gäste auftauchten (besser Nichtbesitzer von Eintrittskarten) fiel mir auf, das Kristins Vater vor der Tür stand. Also machte ich sie darauf aufmerksam. Sie ging wieder erwarten fast an die decke (was etwas heißen will, denn diese war ziemlich hoch) und fluchte mir erstmal gewaltig die Ohren über ihren Vater voll:

"Wie kann man nur so bescheuert sein und sich vor den Haupteingang stellen, weil die ja auch dort rumspazieren werden... das verzeihe ich ihm nie, wenn ich die wegen ihm nicht treffen konnte..." Bla Keks so ging das die ganze Zeit. Im nachhinein stellte es sich aber als Missverständnis heraus; also dass Kristins Vater die ganze Zeit vor dem Haupteingang gestanden hätte, er ist nämlich nur mal kurz rüber gelaufen...
Aber getroffen haben TR dann im Endeffekt doch nicht, p. p., würde ich sagen, obwohl es schade ist, denn wir hätten uns unsere späterhin erworbenen Poster persönlich signieren lassen können.
Aber nun zurück zum HIM - Konzert.
Als Kristin und ich unser "Abenteuer" mit der erfolglosen Autogrammjagd hinter uns hatten, hatte HIM natürlich schon angefangen zu spielen. ich muss zugeben, dass der Sound an sich von weiter hinten viel besser klang als in der elften reihe. Also haben wir gleich mal beschlossen, uns in der Nähe der Eingangshalle aufzuhalten, vielleicht kam ja doch noch eine Nachricht in Sachen TR... man konnte ja nicht wissen.
Mir taten mittlerweile vom vielen Stehen schon das Knie und vor allen Dingen der Rücken weh, es muss wohl vielen anderen Konzertbesuchern ebenso gegangen sein, denn viele saßen auf dem Fußboden und lehnten an der wand. Aber egal. Wir suchten uns also einen Platz, wo wir zur Not möglichst schnell nach draußen rennen konnten und wo wir möglichst viel vom Konzert mitbekamen... Wir standen dann also unter dem großen Torbogen neben so einem großen Werbungsteil von Jump - Radio.
Da das Konzert von HIM am längsten ging, mussten wir dort vorn noch ca. 1,5 stunden auf Linda warten. Zu dem Konzert selber kann man sagen, das Ville mir persönlich nicht all zu besoffen vorkam, was vielleicht aber auch daran lag, dass wir sehr weit hinten standen. Nach vielen, vielen Songs vom neuen Album „Dark Light“, unter anderem „Wings of a Butterfly“ oder „Killing Lonelines“, den 2 Singleauskoppelungen, wurden auch etwas ältere Songs wie „Join Me“, „The Funeral of Hearts“ oder „Buried alive by Love“ gespielt… Dabei gefiel mir „The Funeral of Hearts“ am besten, weil es das erste HIM - Lied überhaupt war, das ich je gehört habe. Soviel dazu… Eigentlich fällt mir so erstmal nichts weiter spektakuläres ein, höchstens vielleicht, dass HIM bei ihrer Bühnenshow vier Kronleuchter von der Decke hängen ließen, was sehr schön aussah. Das war dann eigentlich auch schon das HIM - Konzert. Wir sind dann aber während des Konzerts noch viel rum gelaufen, da auch Kristin langsam Rückenschmerzen zu bekommen schien… und kurz bevor HIM (endlich) ihr letztes Ständchen gebracht haben, haben Kristin und ich uns noch Poster gekauft…

Auch so ´ne tolle Story: wir gingen also zu dem Stand, wo die ganzen Fanartikel rumhängen und schauten uns etwas enttäuscht um. Und das, weil es für TR nur ein einziges Poster gab. Also fragte Kristin den Verkäufer, ob er nicht noch andere Sachen von TR hatte. Sie fragte ihn natürlich auf deutsch, nicht libanesisch, wo ich ja noch verstanden hätte, wenn er das nicht mitgekriegt hätte. Aber der Gutste verstand ja nicht mal deutsch!!! Er sagte dann: „Please speak English!“ Na gut, dann mussten wir eben in unseren wohlverdienten Ferien Englisch reden. Gesagt, getan und drei Minuten später waren wir beide stolze Besitzer eines Posters für fünf Euro. Das war jedenfalls ziemlich billig, denn auf dem Konzert in Berlin kostete ein Poster zehn Euro.
Als wir das dann erledigt hatten, strömten die Massen mit ihren erhitzten Gemütern auch schon nach draußen und als dann Linda dann unter den letzten, die herausgetröpfelt kamen endlich erschien, konnten wir uns auf die suche nach Kristins Vater machen. Den hatten wir bald gefunden und das Auto auch, und so ging es dann nach kurzen Berichterstattungen und Diskussionen über die einzelnen Auftrittewieder los gen Süden, in Richtung Heimat, die wir so lange nicht gesehen hatten und der wir ja so fern waren *g*. Von der Autofahrt habe ich nicht allzu viel mitbekommen, ich muss wohl dann kurz hinter dem Ortsausgangsschild Leipzig eingeschlafen sein und bin erst wieder an der Autobahnausfahrt Hartenstein aufgewacht. Und von da an weiß ich nur noch, dass es mächtig glatt war und ich froh war, als ich es geschafft habe, den Schlüssel ins Schlüsselloch zu befördern und dann dreiviertel zwei im Bett lag.

Koru

PS: Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.




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